VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2
Vermeidung von Schäden durch wasserseitige Korrosion in Warmwasserheizanlagen
Wasserseitige Korrosion Niedrige pH-Werte und hohe Temperaturen begünstigen die Korrosion metallischer Werkstoffe. Unter diesen Bedingungen führen auch geringe Sauerstoffgehalte zu Korrosion und Abtragung der metallischen Kessel- und Rohrwerkstoffe. Dies ist durch zunehmende Verfärbung des Kesselwassers und/oder Verschlammung des Systems sichtbar.
Korrosionserscheinungen können neben der Steinbildung zu erheblichen
Funktionsstörungen im Heizkreislauf führen. Dies gilt besonders bei
Zutritt von Sauerstoff ins Heizwasser. Luft bzw. Sauerstoff wird mit
der Frischwassereinspeisung zugeführt und kann zusätzlich durch
Undichtigkeiten, Unterdruckzonen oder nicht diffusionsdichte
Rohrmaterialien in das System eingetragen werden. Niedrige pH-Werte
(bei Aluminium-Werkstoffen auch pH-Werte > 8,5) und hohe
Temperaturen begünstigen zusätzlich die Korrosion metallischer
Werkstoffe. Unter diesen Bedingungen führen auch geringe
Sauerstoffgehalte zu Korrosion und Abtragung der metallischen Kessel-
und Rohrwerkstoffe.
Die durch Korrosion verursachten Funktionsstörungen und Schäden in Warmwasserheizanlagen machen sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar:
» Die Belegung von Wärmetauscherflächen im Heizkessel durch
Korrosionsprodukte verschlechtert den Wärmeübergang und erhöht den
Energieverbrauch.
» Schäden am Kessel durch örtliche Überhitzung
» Besonders kristisch sind Ablagerungen in engen Querschnitten. So
genügen beispielsweise bei Regel- oder Thermostatventilen oft schon
dünne Ablagerungsschichten, um deren Funktion empfindlich zu
beeinträchtigen.
» Verstärkter Verschleiß an Umwälzpumpen durch Korrosionspartikel
» Fehlfunktionen bei Wärmezählern, die oft zu unerfreulichen Streitigkeiten um die Heizkostenrechnung führen.
Zur Vermeidung solcher Schäden in Warmwasserheizungsanlagen werden in
der VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2, Kap. 8 verschiedene Möglichkeiten des
Korrosionsschutzes durch Wasserbehandlung beschrieben.
Inhibitoren
Durch Zugabe von anodischen Inhibitoren ins
Heizungswasser erfolgt eine Behinderung der bei Anwesenheit von
Sauerstoff möglichen Korrosion (Kap. 8.3).
Besonders einfach und
schnell erfolgt die Einspeisung von Inhibitoren ins Heizungswasser mit
JUDO QUICK-DOS, dem neuen Inhibitor aus der Dose. QUICK-DOS ist als
QUICK-DOS L und QUICK-DOS R erhältlich. QUICK-DOS L dient zur
dauerhaften Heizungswasser-Konditionierung, während ältere,
vorbelastete Warmwasserheizungskreisläufe vorab einem 3-4 wöchigen
Reinigungsprozess mit QUICK-DOS R unterzogen werden sollten.
Die Vorteile von QUICK-DOS im Überblick: » Einfache Handhabung: Adapter aufschrauben, handliche 400 ml Dose aufdrücken und fertig » Dosierung in sekundenschnelle ohne Pumpe oder Kartuschenpistole » Kein Eintritt von Gas in das Heizungssystem durch praktische Zweikammerdosen » Sichere Anwendung ohne direkten Kontakt mit Chemikalien » Umweltfreundlich, weil Dosen vollständig entleert werden und Druckluft als Treibmittel verwendet wird
Während JUDO QUICK-DOS für Anlagen mit einem Volumen bis ca. 1.000
Liter konzipiert ist, stehen für größere Anlagen die entsprechenden
JUDO THERMODOS Dosierlösungen mit dem passenden Dosiergerät JTH-D zur
Verfügung. Wichtig bei allen anodischen Inhibitoren ist die
Aufrechterhaltung einer Mindestkonzentration, die über ein
Molybdänmessbesteck (JTH-ML) unkompliziert bestimmt werden kann.
pH-Wert Anpassung
Des weiteren empfiehlt die VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2 in den Kapiteln
8.1 und 8.2 als Korrosionsschutz, das Heizwasser auf pH-Werte zwischen
8,2 und 9,5 zu alkalisieren, bei Aluminiumwerkstoffen jedoch nicht
oberhalb pH 8,5.
JUDO QUICK-DOS erhält daher ein pH-Wert Puffersystem,
das für einen optimalen pH-Wert sorgt. Das Produkt zum Schutz
sämtlicher im Heizungsbau verwendeten metallischen Werkstoffe inklusiv
Aluminium geeignet und verträglich mit Kunststoffrohren und Elastomeren
für Dichtungen und Ausdehnungsgefäßen.
Soll z.B. bei der Anwesenheit von aluminiumhaltigen Werkstoffen der
pH-Wert weiter angehoben werden, kommen klassischerweise Produkte zum
Einsatz, welche Trinatriumphosphat Na3PO4 enthalten, wie die JUDO Produkte JHL 2 und JH 5.
Reduzierung des Sauerstoffgehaltes
Eine weitere Maßnahme zum Korrosionsschutz in Warmwasserheizanlagen nach VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2 ist die Sauerstoffentfernung auf Werte unter 0,1 mg/l durch chemische bzw. elektrochemische Bindung.
Das heißt, der im System vorhandene Sauerstoff reagiert kontrolliert
mit einem zugegebenen Stoff und nicht mit den metallischen Werkstoffen
der Heizanlage.
Üblicherweise kommt Na2SO3, enthalten in den JUDO Produkten JHL 2 und JNS, zum Einsatz, welches durch die Reaktion mit Sauerstoff zu Natriumsulfat Na2SO4
oxodiert wird. Alternativ werden organische Sauerstoffbinder z.B. auf
der Basis von Natriumascorbat enthalten im JUDO Produkt JHL 10
verwendet. Dieses Produkt hat den Vorteil, dass der Salzgehalt des
Wassers weitgehend unverändert bleibt.
Bei größeren Systemen bindet
zusätzlich auch eine im Schlammabscheider JUDO FERROCLEAN integrierte
Magnesium-Schutzanode überschüssigen Sauerstoff elektrochemisch an Ort
und Stelle ab (Kapitel 8.4.5).
Außerdem sollten Gase über eine Entlüftungsvorrichtung entfernt werden.
Im Heizungs-Rückspülfilter JUDO HEIFI-TOP wird der Austrag von Gasen
und damit auch von Sauerstoff durch die Filterrundbürste unterstützt.
Hier lagern sich Mikrobläschen an den zahlreichen Bürstenfasern an,
schließen sich zu größeren Blasen zusammen und werden von der Strömung
abgelöst und zum Schnellentlüfter transportiert. Über diesen werden sie
schließlich aus dem System entfernt.
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Filtration, was ist das ?
Die Filtration des Wassers gehört zu den ältesten
und am häufigsten angewandten Aufbereitungsverfahren, da nur in
Ausnahmefällen natürlich vorkommendes Wasser direkt als Trinkwasser
oder für technische Zwecke eingesetzt werden kann.
Die VDI 2035 (Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizungsanlagen)
bildet für Planer und ausführende Firmen den technischen und damit auch
rechtlich relevanten Rahmen zur Vermeidung von Schäden in
Warmwasserheizungssystemen.