22.05.2012 / 08:59


VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2



Wasserseitige Korrosion

Auswahl

VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2
Vermeidung von Schäden durch wasserseitige Korrosion in Warmwasserheizanlagen


Korrosionsproblematik an einer Rohrleitung
Wasserseitige Korrosion
Niedrige pH-Werte und hohe Temperaturen begünstigen die Korrosion metallischer Werkstoffe. Unter diesen Bedingungen führen auch geringe Sauerstoffgehalte zu Korrosion und Abtragung der metallischen Kessel- und Rohrwerkstoffe. Dies ist durch zunehmende Verfärbung des Kesselwassers und/oder Verschlammung des Systems sichtbar.


Korrosionserscheinungen können neben der Steinbildung zu erheblichen Funktionsstörungen im Heizkreislauf führen. Dies gilt besonders bei Zutritt von Sauerstoff ins Heizwasser. Luft bzw. Sauerstoff wird mit der Frischwassereinspeisung zugeführt und kann zusätzlich durch Undichtigkeiten, Unterdruckzonen oder nicht diffusionsdichte Rohrmaterialien in das System eingetragen werden. Niedrige pH-Werte (bei Aluminium-Werkstoffen auch pH-Werte > 8,5) und hohe Temperaturen begünstigen zusätzlich die Korrosion metallischer Werkstoffe. Unter diesen Bedingungen führen auch geringe Sauerstoffgehalte zu Korrosion und Abtragung der metallischen Kessel- und Rohrwerkstoffe.

Die durch Korrosion verursachten Funktionsstörungen und Schäden in Warmwasserheizanlagen machen sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar:

» Die Belegung von Wärmetauscherflächen im Heizkessel durch Korrosionsprodukte verschlechtert den Wärmeübergang und erhöht den Energieverbrauch.

» Schäden am Kessel durch örtliche Überhitzung

» Besonders kristisch sind Ablagerungen in engen Querschnitten. So genügen beispielsweise bei Regel- oder Thermostatventilen oft schon dünne Ablagerungsschichten, um deren Funktion empfindlich zu beeinträchtigen.

» Verstärkter Verschleiß an Umwälzpumpen durch Korrosionspartikel

» Fehlfunktionen bei Wärmezählern, die oft zu unerfreulichen Streitigkeiten um die Heizkostenrechnung führen.

Zur Vermeidung solcher Schäden in Warmwasserheizungsanlagen werden in der VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2, Kap. 8 verschiedene Möglichkeiten des Korrosionsschutzes durch Wasserbehandlung beschrieben.

Inhibitoren
Durch Zugabe von anodischen Inhibitoren ins Heizungswasser erfolgt eine Behinderung der bei Anwesenheit von Sauerstoff möglichen Korrosion (Kap. 8.3).

Besonders einfach und schnell erfolgt die Einspeisung von Inhibitoren ins Heizungswasser mit JUDO QUICK-DOS, dem neuen Inhibitor aus der Dose. QUICK-DOS ist als QUICK-DOS L und QUICK-DOS R erhältlich. QUICK-DOS L dient zur dauerhaften Heizungswasser-Konditionierung, während ältere, vorbelastete Warmwasserheizungskreisläufe vorab einem 3-4 wöchigen Reinigungsprozess mit QUICK-DOS R unterzogen werden sollten.

Die Vorteile von QUICK-DOS im Überblick:
» Einfache Handhabung: Adapter aufschrauben, handliche 400 ml Dose aufdrücken und fertig
» Dosierung in sekundenschnelle ohne Pumpe oder Kartuschenpistole
» Kein Eintritt von Gas in das Heizungssystem durch praktische Zweikammerdosen
» Sichere Anwendung ohne direkten Kontakt mit Chemikalien
» Umweltfreundlich, weil Dosen vollständig entleert werden und Druckluft als Treibmittel verwendet wird

Während JUDO QUICK-DOS für Anlagen mit einem Volumen bis ca. 1.000 Liter konzipiert ist, stehen für größere Anlagen die entsprechenden JUDO THERMODOS Dosierlösungen mit dem passenden Dosiergerät JTH-D zur Verfügung. Wichtig bei allen anodischen Inhibitoren ist die Aufrechterhaltung einer Mindestkonzentration, die über ein Molybdänmessbesteck (JTH-ML) unkompliziert bestimmt werden kann.

pH-Wert Anpassung
Des weiteren empfiehlt die VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2 in den Kapiteln 8.1 und 8.2 als Korrosionsschutz, das Heizwasser auf pH-Werte zwischen 8,2 und 9,5 zu alkalisieren, bei Aluminiumwerkstoffen jedoch nicht oberhalb pH 8,5.

JUDO QUICK-DOS erhält daher ein pH-Wert Puffersystem, das für einen optimalen pH-Wert sorgt. Das Produkt zum Schutz sämtlicher im Heizungsbau verwendeten metallischen Werkstoffe inklusiv Aluminium geeignet und verträglich mit Kunststoffrohren und Elastomeren für Dichtungen und Ausdehnungsgefäßen.

Soll z.B. bei der Anwesenheit von aluminiumhaltigen Werkstoffen der pH-Wert weiter angehoben werden, kommen klassischerweise Produkte zum Einsatz, welche Trinatriumphosphat Na3PO4 enthalten, wie die JUDO Produkte JHL 2 und JH 5.

Reduzierung des Sauerstoffgehaltes
Eine weitere Maßnahme zum Korrosionsschutz in Warmwasserheizanlagen nach VDI-Richtlinie 2035, Blatt 2 ist die Sauerstoffentfernung auf Werte unter 0,1 mg/l durch chemische bzw. elektrochemische Bindung.

Das heißt, der im System vorhandene Sauerstoff reagiert kontrolliert mit einem zugegebenen Stoff und nicht mit den metallischen Werkstoffen der Heizanlage.

Üblicherweise kommt Na2SO3, enthalten in den JUDO Produkten JHL 2 und JNS, zum Einsatz, welches durch die Reaktion mit Sauerstoff zu Natriumsulfat Na2SO4 oxodiert wird. Alternativ werden organische Sauerstoffbinder z.B. auf der Basis von Natriumascorbat enthalten im JUDO Produkt JHL 10 verwendet. Dieses Produkt hat den Vorteil, dass der Salzgehalt des Wassers weitgehend unverändert bleibt.

Bei größeren Systemen bindet zusätzlich auch eine im Schlammabscheider JUDO FERROCLEAN integrierte Magnesium-Schutzanode überschüssigen Sauerstoff elektrochemisch an Ort und Stelle ab (Kapitel 8.4.5).

Außerdem sollten Gase über eine Entlüftungsvorrichtung entfernt werden. Im Heizungs-Rückspülfilter JUDO HEIFI-TOP wird der Austrag von Gasen und damit auch von Sauerstoff durch die Filterrundbürste unterstützt. Hier lagern sich Mikrobläschen an den zahlreichen Bürstenfasern an, schließen sich zu größeren Blasen zusammen und werden von der Strömung abgelöst und zum Schnellentlüfter transportiert. Über diesen werden sie schließlich aus dem System entfernt.

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